Lockdown Diary - Teil 1



Hallo ihr Lieben,

da Balu´s Diary so gut bei Euch ankam, habe ich mich entschlossen, es "offline" weiter zu schreiben und als Buch zu veröffentlichen. Da sich einige brasilianische Freunde eine Version auf Portugiesisch gewünscht haben, werde ich versuchen, es auch in Brasilien auf den Markt zu bringen :-) Da braucht es also noch etwas Geduld....


Was geht denn dann jetzt? Uns hier in Deutschland steht ein neuer Lockdown bevor, ein Lockdown light! Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es so geplant, dass für den Monat November die Gastronomie und Freizeitaktivitäten geschlossen bleiben, aber nicht die Schulen und die Arbeitsplätze. Wahrscheinlich bedeutet es, dass für die meisten Menschen etwas mehr Zeit für sich selbst zu Hause anstehen wird - und mir kam die Idee, heute ein Lockdown Diary mit interessanten Geschichten, Tipps und Informationen zu beginnen.


Diejenigen, die mich persönlich kennen wissen, dass ich seit knapp zwei Wochen erkältet und sowieso bereits krank zu Hause bin. Gestern kam nun das Ergebnis: Covid19 habe ich nicht. Allerdings geht es mir auch noch nicht so gut, dass ich uneingeschränkt an Freizeitaktivitäten teilnehmen könnte - ich habe also viel Zeit für mich :-) Zeit, die ich gerne mit Euch teilen möchte - und vielleicht gewinnt ihr dadurch neue Ideen oder Inspirationen für Euren Lockdown und die Zeit danach.


Ich lese gerade ein Buch, was mir eine Freundin kürzlich empfohlen hat. Ich hatte bereits in meinen Ausbildungen zur Coach und Therapeutin über den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Gehirns gelernt, aber für diese neue Situation, in der wir uns ab Montag befinden werden, fiel es mir wie Schuppen von den Augen (haben Augen Schuppen? Heißt das wirklich so? Ich werde das googlen ;-))


Das Gehirn ist lernfähig und anpassungsfähig. Wenn man es mit neuen Informationen füttert, dann bilden sich neue Synapsen -das sind Verbindungen zwischen Nerven- und Sinneszellen im Gehirn, die der Reizübertragung dienen.

Viele denken jetzt bestimmt direkt: Jaaaa, genau! Deshalb soll man auch Reisen, um aus der Routine auszubrechen und dem Gehirn neue Eindrücke zu bieten, yippieyeah :-))) Und dann kommt wahrscheinlich sofort der Tiefschlag hinterher: Ja, aber geht ja gerade nicht! Triumph der schlechten Laune und Einzug der Schokolade in den Mund. Schmoll.


Das Gehirn ist eine Art Maschine, wie ein Computer, oder in dem Buch wird es mit einem Klavier verglichen. Das finde ich genial! Der Autor sagt nämlich, dass ein Klavier gestimmt sein kann und technisch in einwandfreiem Zustand. Ob man auf seinem Klavier aber nun ein Kinderlied mit dem Einfinger-Tippsystem oder die Moonlight-Sonate von Beethoven anstimmt (das ist by the way mein Lieblingsstück auf dem Klavier, welches leider im Haus meiner Eltern steht und ziemlich verstimmt ist) - das ist die eigene Entscheidung, die wir täglich neu treffen dürfen. Wir haben also höchstwahrscheinlich alle ein perfekt ausgestattetes Gehirn als Grundlage - wie kommen wir nun in der Genuss der Sonaten?


Die persönliche Hardware kann nicht unterscheiden, ob ich mir die Wellen der Karibik ansehe oder die des Starnberger Sees. Den Unterschied machen die zuvor gespeicherten Werte, die Gedanken, die Gefühle und die persönliche Interpretation des Erlebten - und das wird dann als neue Erfahrung verbucht und als Erinnerung im Datenspeicher neu abgelegt.

Was wäre, wenn.... wir uns vornehmen, an jedem Tag des Lockdown etwas Neues zu tun, zu sehen, zu denken, zu fühlen? Und unserem Gehirn Material liefern, das es nutzt, um Synapsen und Erinnerungen herzustellen, mit denen wir uns gesund und zufrieden fühlen? Das müssen ja gar keine großen Reisen sein, nein, ich meine ein kleines Erlebnis pro Tag.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht - aber wenn ich irgendwo im Urlaub bin, dann finde ich den Ort schon mal per se interessant und schaue mir vieles auch ganz anders an, als den Ort, in dem ich wohne.


Seit März diesen Jahres habe ich besonders auf das geschaut, was möglich ist, was es in meinem Leben gerade Gutes gibt und was ich machen kann. Und ich habe tatsächlich das Gefühl, eine tolle Zeit gehabt zu haben seitdem! Zum Beispiel der Yoga Online Unterricht:

Am Anfang hatte ich keine Ahnung, wie das funktionieren würde und ich habe mir Tipps und Anregungen in Gruppen im Internet geholt. Mal für Mal wurde die Technik besser, dank Eures Feedbacks und Eurer Hilfe. Dafür bin ich sehr dankbar - und habe eine spannende, aufregende Zeit abgespeichert, in der ich viel Neues gelernt und erlebt habe.

In der Zeit, wo ich krank zu Hause war, hab ich alte Freunde kontaktiert, die in anderen Städten wohnen und so mein Leben weiter bereichert. In den Ferien habe ich mir Starnberg genauer angesehen, Cafés besucht, Sehenswürdigkeiten... Wer war schon mal in der Stadt, wo er wohnt, im Museum?


Und ich hab auch schon eine Menge interessanter Dinge auf meiner Liste für den November! Ich möchte Balu`s Diary weiter schreiben und dieses Diary. Und natürlich das spannende Buch zu Ende lesen - es ist übrigens von Franz Ruppert und heißt Trauma, Angst und Liebe. Das mit dem Klavier steht auf Seite 51 und das Werk erklärt auch, wie Aufstellungen von (Familien-)Themen funktionieren - das ist ein Teil meiner Arbeit, von dem ich Euch gerne ein anderes Mal erzählen werde.


Ich möchte wieder regelmäßig Spaziergänge im Wald machen - und da gibt es gerade in Deutschland zur Zeit so viel Schönes zu sehen. Die goldenen Blätter, die von den Bäumen fallen, der See wird wieder sichtbar, die Berge am Horizont... ich habe begonnen, Intervallfasten auszuprobieren, da ich tagsüber keinen Sport gemacht habe und so viele leckere Süßigkeiten esse (kennt ihr die runden Lebkuchen mit Oblate drunter aus dem Biomarkt?? Echt lecker!!). Also kann ich Euch von den Resultaten meiner Ketose und vom Bulletproof Kaffee berichten, meine Kuchenrezepte mit Euch teilen... Vielleicht habt ihr auch tolle Rezepte für mich? Ich werde Yoga praktizieren und nehme Euch gern mit auf den Weg zu Kraft, Flexibilität und Entspannung, am Montag und Mittwoch Abend, jeweils um 19 Uhr online via ZOOM. Wenn ihr Lust und Zeit habt, können wir gerne vorher oder nachher ein wenig Quatschen - vielleicht sogar mit einem Tee dazu, wie nach der Yogastunde in Präsenz? Dann ist es wie ein Treffen - und es ist möglich und erlaubt.


In diesem Sinne- bis bald beim Tee oder beim Yoga oder beim Lesen, oder.... was und wo Du magst! Schreibe mir gerne eine Nachricht, wenn Du etwas Bestimmtes von mir wissen, sehen oder lesen möchtest :-)


PS: Das Foto zeigt übrigens den Starnberger See nahe der Roseninsel bei Tutzing und nicht die Karibik ;-)



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