Balu`s Diary - Die Geschichte über den brasilianischen Labrador Balu und unsere Abenteuer

Aktualisiert: Okt 9


Hallo, ich bin Balu <3

Mein neues Frauchen heißt Franca. Ich wurde geboren in Cuiabá, Mato Grosso, Brasilien. Meine Eltern sind beide Labrador-Retriever und wir wohnten auf dem Land. Leider war nicht genug Platz für uns Welpen, also kamen meine Geschwister und ich in eine Zoohandlung in der Innenstadt, wo mein zukünftiges Frauchen vorbei kam, mich anschaute und dann mit der Zoobesitzerin sprach. Nach kurzer Zeit kamen sie zusammen zurück und wir durften miteinander spielen. Das war sooo schön! Wir spielten ganz lange und ich mochte sie direkt. Sie war so freundlich und hat viel Zeit mit mir verbracht. Schade, dass sie wieder gegangen ist...



Hallo, ich bin Franca.

Ich bin nach Brasilien gekommen, weil.... oh, da gibt es 1000 Gründe und eine lange Vorgeschichte, die ich Euch später erzählen werde. In Cuiabá habe ich jedenfalls ein Angebot erhalten, dass ich für eine Firma als Geschäftsführerin und Reiseleiterin arbeiten kann. Mein Beruf ist Ingenieurin, aber mein Herz schlägt für den Tanz und die Arbeit mit Menschen. Ich bin Bühnentänzerin, Tanzpädagogin und Zumba Instructor und ich hatte auch eine eigene Tanzschule in Köln, Franca`s Ballett mehr. Vielleicht kennen mich einige von Euch ja auch daher?


Die Tanzschule habe ich verkauft, um in Brasilien neu zu starten - auch dazu erzähle ich Euch später mehr. Ich bin sehr intuitiv und folge meinem Herzen, erfülle mir meine Wünsche oder versuche es wenigstens. So hatte ich bereits als Kind den Wunsch, Ballerina werden zu wollen - und auch einen Hund wollte ich damals schon. Ich hatte ein Bild für meine Mama gemalt und dazu geschrieben, obwohl ich noch nicht in der Schule war: "Libe Mama, ich wünsche mir ein Hüntchen. Es kann auch ein ganz klaines sein"

Als Schulkind hatte ich Angst vor Hunden - wahrscheinlich, weil es in unserer Nachbarschaft in Kassel einen großen Hund gab, vor dem wir Kinder uns auf Bäume gerettet haben, wenn wir den Besitzer nur pfeifen hörten. Mich hat er einmal in unserem Garten erwischt, mich umgeworfen und dann stand er zähnefletschend über mir, bis mich meine Eltern gerettet haben.


Das muss ich total vergessen haben, als ich durch Cuiabá streifte, um mir die Stadt einmal anzusehen, in welcher ich wohnen und arbeiten würde, wenn ich das Angebot annehmen würde. Ich hatte schon gehört, dass es die heißeste Stadt Brasiliens sein sollte. Und natürlich wusste ich aus den Medien und Erzählungen von der Schönheit des Pantanal, einem Naturreservat von der Größe der Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung. Für meine Tätigkeit als Reiseleiterin würde ich eine Einarbeitung erhalten und europäischen Touristen die Schönheit dieses tropischen Paradieses voll von verschlungenen Sumpfgebieten, satt blühender Fauna und überwältigender Tiervielfalt näher bringen dürfen.


Natur und Tiere mag ich sehr und in meiner Vorstellung sah ich mich schon auf Lodges in der Wildnis.... Auch in meinem Haus in einem Condominio fechado, einer bewachten Wohnanlage, in der es sauber und geordnet aussieht wie in Europa, gibt es schon eine Menge Tiere, die mich faszinieren! Eidechsen und fliegende Kakerlaken von der Größe eines Fingers gehören zu den "normaleren", ein grün-blau glänzender Leguan im Pool schon eher zu den exotischen. In Deutschland war ich immer etwas ängstlich (insbesondere bei Spinnen!), aber hier finde ich alles spannend und bin eher neugierig, alles kennen zu lernen.

Interessiert nähere ich mich an diesem Tag einer Zoohandlung an irgendeiner Ecke in der lauten, stinkigen, menschenüberfüllten Stadt, die mir persönlich nicht so gut gefällt wie Foz do Iguacu, wo ich vorher schon mal war. In Deutschland darf man in einer Zoohandlung keine Hunde verkaufen, aber hier scheinbar schon? Ach wie süß - ist das ein Käfig mit Hunden?? Neugierig gehe ich näher hin und sehe drei schwarze, unheimlich niedliche kleine Wollknäuel darin <3<3<3


Ich verliebe mich auf den ersten Blick und schaue mir die drei näher an. Eine kurze Nachfrage im Laden und die Verkäuferin begleitet mich zurück zu den Hunden, die ich alle einmal auf den Arm nehmen darf. Der mittlere hat es mir ganz besonders angetan... ich spiele eine ganze Weile mit ihm und wir haben viel Spaß miteinander. Die Verkäuferin kommt zurück, sieht uns spielen und sagt: "Ihr seid ein gutes Team! Nimmst Du ihn mit? Er passt ja super zu Dir!" Ich erkläre ihr in meinem mäßigen Portugiesisch, dass das nicht geht, weil meine Situation ja noch so unsicher sei und ich ja aus Deutschland sei und überhaupt... Vai dar certo, meinte sie, das wird schon klappen.


Ich verabschiede mich erst einmal und setze mich an eine Straßenecke. Ein riesiges Gefühl der Liebe überkommt mich und mein Herz schlägt schneller. Ich und ein Hund? Geht das wirklich? Aber wollte ich nicht in Brasilien mal genau das machen, was ich wirklich möchte und nicht das, was andere oder die Gesellschaft besser finden oder was irgendwie vernünftig ist? Ich möchte ihn unbedingt haben und bekomme schon Angst, dass ihn jemand anderes mitnehmen könnte. Mein Kopf beginnt mit logischen Erklärungen an mich selbst, pro und contra. Sagte nicht die Verkäuferin, dass es klappen wird? Kann man nicht mal ein wenig positiv auf die Dinge schauen? Mein Herz ruft "Ich will diesen Hund!!!"



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